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Monate

Der Mai

Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond ein
(eigentlich althochdeutsch „wunnimanot“ = Weidemonat), der darauf
hinweist, dass man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide
treiben konnte. Mit „Wonne“ im heutigen Begriffszusammenhang
hat der alte Monatsname also eigentlich nichts zu tun. Doch findet
sich dieses Missverständnis schon zu Beginn der Neuzeit und des
Neuhochdeutschen. Laut Deutsches Wörterbuch der Brüder Grimm
erklärt Basilius Faber 1587: „maius, der may, nach dem Laub
benannte einst Karl der Große den Wonnemonat, d. h. den
Monat der Lieblichkeit“. Ebenso erhielt der Mai die Bezeichnung
Blumenmond wegen der Hauptblütezeit der meisten Pflanzen.
Nach alter Überlieferung darf man sich der zunehmenden Wärme erst
nach den so genannten Eisheiligen vom 11. Mai bis zum 15. Mai sicher sein.
Etwa seit dem 13. Jahrhundert wird der Mai in Europa mit Maifeiern,
-umgängen und -ritten gefeiert, in vielen Gegenden Deutschlands und
Österreichs ist das Aufstellen oft imposanter Maibäume gewachsenes
Brauchtum; länger schon existieren Feste wie Beltane oder Walpurgisnacht.

Wetter- und Bauernregeln:

Donner und Fröste im Wonnemond, Müh’ und Arbeit wenig lohnt.

Das Jahr fruchtbar sei, wenn’s viel donnert im Mai.

Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken.

Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass.

Wenn im Mai die Wichteln schlagen, läuten sie von Regentagen.

Regen im Mai bringt fürs ganze Jahr Brot und Heu.

Gewitter im Mai bringen Früchte herbei.

Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu.

Mairegen bringt Segen.

Ein nasser Mai schafft Milch herbei.

Ein kühler Mai wird hochgeacht’, hat stets ein gutes Jahr gebracht.

Quelle: Wikipedia

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